Am Morgen früh, vor dem Frühstück, trinke ich ein Glas Nonisaft, ein Energydrink der Sonderklasse. Eine halbe Nonifrucht wird in einem Mixer mit einem Glas Wasser verquirlt, abgesiebt und sofort getrunken. Ersatzweise kann man auch Noni-Tee aus getrockneten Nonifrüchten trinken, einen Teelöffel Tee mit einer Tasse heissem Wasser aufgiessen und trinken wie Schwarztee.
Aufgeschnittene halbe Nonifrucht, ein Geschenk von Mutter Natur - auf dem 19, Breitengrad, dem maraldischen Winkel der Erde
Mehr über Früchte und Gemüse aufSamana
Meine Erlebnisse und Erfahrungen auf der Insel Hispaniola, insbesondere meine Haiti-Hilfe und das Leben in Las Terrenas und Sosua, wo Dominikaner, Haitianer im Spannungsfeld der Brudernationen und Menschen aller Nationalitäten eigentlich friedlich zusammenleben. Die Menschen hier haben eine herzliche ansteckende Fröhlichkeit mit Musik, Tanz und Alegria. In diesem Blog beschreibe und kommentiere ich meine Erlebnisse und Erfahrungen an den schönsten Stränden der Dom.Rep. unter Palmen am Meer.
Haiti Cherie
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Dienstag, 24. Mai 2011
Dienstag, 3. Mai 2011
Reise-Erlebnisse an der haitianischen Grenze bei Jimani
Meine diversen Videos habe ich bei You Tube eingestellt im Kanal HAJOSA1000
Viel Freude beim Anschauen
http://hajoba.blogspot.com/
Viel Freude beim Anschauen
Der neueste Film auf diesem Kanal handelt von einer Fahrt entlang des Azuei-Sees in Haiti und von den Erlebnissen am Grenzübergang Jimani
Beschreibungen zum Video siehe
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Sonntag, 1. Mai 2011
Semana Santa an der Punta Poppy in Las Terrenas
Punta Poppy, der idealer Erlebnispark fuer jung und alt zu jeder Jahres- und Tageszeit.
Was war denn an Semana Santa an der Punta Poppy ?
YouTube Video
YouTube Video
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Semana Santa
Samstag, 30. April 2011
Mütterschicksale - Die Mütter meistern das Leben (2)
Als ich Ramona vor 2 Jahren kennenlernte, war sie 25 Jahre alt und lebte mit ihren zwei Kindern in einem klitzekleinen 12m2-Wohnraum, in dem nur ein Bett, Tisch, ein Stuhl und eine Dusche mit Vorhang Platz hatten.
Sie war in La Saline, dem Slum am Hafen von Port au Prince aufgewachsen und in der Stadt zur Schule gegangen. Sie spricht creolisch, französisch und spanisch perfekt. Ihre beiden Kinder sind 2 und 7 Jahre alt. Schon vor dem grossen Erdbeben hatte sie sich entschlossen, Haiti zu verlassen und in der dominikanischen Republik ihr Glück zu versuchen.
Als erstes besorgte sie ein Visum, denn sie wollte nicht illegal im Nachbarland leben. Das Visum muss jedes Jahr erneuert werden, wofür sie einschliesslich Reise nach Port au Prince etwa 10 000 Peso (200 Euro) ansparen muss. In der Dom.Rep. verdiente sie das Geld für den Lebensunterhalt . . . (Bericht)
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| Meine WG mit Ramona (links) |
Als ich Ramona vor 2 Jahren kennenlernte, war sie 25 Jahre alt und lebte mit ihren zwei Kindern in einem klitzekleinen 12m2-Wohnraum, in dem nur ein Bett, Tisch, ein Stuhl und eine Dusche mit Vorhang Platz hatten.
Sie war in La Saline, dem Slum am Hafen von Port au Prince aufgewachsen und in der Stadt zur Schule gegangen. Sie spricht creolisch, französisch und spanisch perfekt. Ihre beiden Kinder sind 2 und 7 Jahre alt. Schon vor dem grossen Erdbeben hatte sie sich entschlossen, Haiti zu verlassen und in der dominikanischen Republik ihr Glück zu versuchen.
Als erstes besorgte sie ein Visum, denn sie wollte nicht illegal im Nachbarland leben. Das Visum muss jedes Jahr erneuert werden, wofür sie einschliesslich Reise nach Port au Prince etwa 10 000 Peso (200 Euro) ansparen muss. In der Dom.Rep. verdiente sie das Geld für den Lebensunterhalt . . . (Bericht)
Dienstag, 26. April 2011
Die Mütter meistern das Leben
Stephans Beitrag vom 25. April http://www.hispaniola.eu/haiti-cherie/1198-mama-aus-haiti--ich-verneige-mich.html hat mich tief berührt und mir bewusst gemacht, wie sehr das Leben in Haiti trotz aller Widrigkeiten, Egoismen, Schicksalsschläge und Naturkatastrophen immer wieder von den Müttern erhalten und gemeistert wird. Sie geben den Männern Kraft und Rückhalt, den Kindern aber den notwendigen Durchhaltewillen, all die Erdbeben, Hurrikans, Cholera, Invasionen von Fremden in Haiti, Versklavung aus dem Senegal, Erniedrigung im vergangenen Zuckerrohr-Industrie Zeitalter und ungeheure Repressionszahlungen an ehemalige Kolonialmächte durchstehen zu können Bericht.
Donnerstag, 21. April 2011
Befreiende Hispaniola-Träume
Spirituelle Begleiter und persönliche Heilige
Es ist für mich immer wieder faszinierend, wenn Menschen aus Haiti, insbesondere Haitianerinnen von und mit ihrem Espiritu (ihrem geistigen Begleiter) und ihrem Santo (ihrem oder ihrer Heiligen) sprechen. Sie sprechen dann so, dass man spürt, sie gibt es wirklich, nicht nur allegorisch und sie sind auch da und anwesend, wenn von oder mit ihnen gesprochen wird.
Es ist für mich immer wieder faszinierend, wenn Menschen aus Haiti, insbesondere Haitianerinnen von und mit ihrem Espiritu (ihrem geistigen Begleiter) und ihrem Santo (ihrem oder ihrer Heiligen) sprechen. Sie sprechen dann so, dass man spürt, sie gibt es wirklich, nicht nur allegorisch und sie sind auch da und anwesend, wenn von oder mit ihnen gesprochen wird.
Der geistige Begleiter ist stets bei ihnen und hilft ihnen in allen Lebenslagen. Er hat den Durchblick und berät bei allen Fragen des täglichen Lebens. Er hat einen besonderen Platz im Hause, meist mit einem Bild und ihm zu Ehren und zum Dank wird in besonderen Lebenslagen oder auch täglich eine Kerze angezündet. Sein Bild wird umgeben mit besonderen Beigaben, die in Beziehung zu ihm stehen, je nachdem, wie er hilft, berät und begleitet.
. . . auf dem Rücken der Frauen
Es ist das Leben, das den Menschen in den Ferienzentren der Dominikanischen Republik oft Verhaltensweisen aufzwingt, die sie eigentlich garnicht wollen. Niemand muss dieses 'Spiel' der Domi- und Haiti-Frauen mit den Blancos ja gut finden, aber es ist ein Verständnis vonnöten, das erst den Milieukenner vom Gringo unterscheidet. Haben wir, die wir hierher kamen und kommen, um uns einen angenehmen Aufenthalt zu ermöglichen, zudem Fernsehen und Zeitschriften, nicht alle dazu beigetragen, Begehrlichkeiten zu wecken. Wo vor 20-30 Jahren, als diese Frauen geboren wurden, noch Fischerhütten und Naturwege vor sich hinträumten, wälzen sich heute an Semana Santa die Autokolonnen aus Santo Domingo über den heissen Asphalt, vorbei an schmucken modernen Kleiderläden, Dutzenden von Restaurants, Boutiquen, Souvenierläden und Diskotheken.
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Donnerstag, 14. April 2011
Malaria auf der Insel Hispaniola
Malaria ist im Vormarsch. Bericht in Quarks & Co am Montag, 11. und Donnerstag, 14. April zum Thema Malaria in den Tropen
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2004/0914/script/malaria.pdf
Hispaniol.eu hat am 4. April 2011 über das Malaria-Risiko in der Dom.Rep. berichtet.
http://www.hispaniola.eu/news/1010-dominikanische-republik-malaria-breitet-sich-zur-gefahr-aus.html
Ein Übertragungsrisiko besteht nicht, alleinige Weiterverbreitung durch die Anophelesmücke. Das Risiko, von dieser Mücke gestochen zu werden, ist in der Dom.Rep. gering, in Haiti jedoch erhöht.
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2004/0914/script/malaria.pdf
Hispaniol.eu hat am 4. April 2011 über das Malaria-Risiko in der Dom.Rep. berichtet.
http://www.hispaniola.eu/news/1010-dominikanische-republik-malaria-breitet-sich-zur-gefahr-aus.html
Ein Übertragungsrisiko besteht nicht, alleinige Weiterverbreitung durch die Anophelesmücke. Das Risiko, von dieser Mücke gestochen zu werden, ist in der Dom.Rep. gering, in Haiti jedoch erhöht.
Samstag, 9. April 2011
Die Menschenrechtslage auf der Insel Hispaniola
Hispaniola.eu schreibt am 9.April 2011:
(Titel von Hispaniola.eu übernommen)
'Die Dominikanische Republik hat nach verschiedenen Angaben über eine Million Einwanderer. Viele von Ihnen kommen aus Haiti oder sind haitianischer Herkunft. Doch auch andere Staatenangehörige wandern stetig ungehindert illegal in das Land ein. Dies für die unterschiedlichsten Zwecke. Einige von Ihnen sind gar Staatenlose. Eine Folge der sehr schlechter Personenregistrierung, welche notwendig wäre um einen wirksamen Schutz der Bevölkerung überhaupt erst zu gewährleisten.'
Aus ordnungsrechtlicher Sicht ist das faktisch richtig. Aus humanitärer und nachbarschaftlicher Sicht ist das zumindest einäugig.
Mein Appell geht an alle, die eine menschliche Verpflichtung verspüren für das 'Armenhaus der westlichen Hemisphäre' und ihre afrikanischen, als Sklaven verschleppten, vom französischen Staat durch Repressionszahlungen ausgebeuteten, vielfach durch tödliche Naturereignisse geschundenen liebenswerten Menschen.
Bitte helft durch Euer Engagement bei Haiti-Cherie mit, dass Menschen in Not nachhaltig geholfen wird.
(Titel von Hispaniola.eu übernommen)
'Die Dominikanische Republik hat nach verschiedenen Angaben über eine Million Einwanderer. Viele von Ihnen kommen aus Haiti oder sind haitianischer Herkunft. Doch auch andere Staatenangehörige wandern stetig ungehindert illegal in das Land ein. Dies für die unterschiedlichsten Zwecke. Einige von Ihnen sind gar Staatenlose. Eine Folge der sehr schlechter Personenregistrierung, welche notwendig wäre um einen wirksamen Schutz der Bevölkerung überhaupt erst zu gewährleisten.'
Aus ordnungsrechtlicher Sicht ist das faktisch richtig. Aus humanitärer und nachbarschaftlicher Sicht ist das zumindest einäugig.
Einwanderung in die Dom.Rep. geschieht mit lückenloser Kontrolle per Einreisepapier auf den Flughäfen. Illegale Einwanderung findet eigentlich ausschliesslich aus Haiti i.d.R. über die grüne Grenze statt.
Visa für die Dom.Rep. sind im Süden in Port au Prince oder im Norden in Dajabon am Grenzübergang für 250 USD erhältlich. Wer von den Erdbeben- und Cholera-Flüchtlingen das Geld nicht hat, und das sind die meisten, der geht illegal über die grüne Grenze.
Nach dem Erdbeben vom 12. Januar 2010 und seit der Cholera-Epidemie, die unvermindert stark anhält, besteht eine humanitäre Notlage in Haiti. Aufgrund dieser Notlage ist es als ein Menschenrecht und eine menschliche Pflicht anzusehen, notleidende haitianische Menschen in nachbarschaftlicher Hilfe in die Dom.Rep.aufzunehmen, und sei es auch nur zeitlich begrenzt. Desungeachtet sind Polizei- und Militär-Razzien mit Sofort-Abschiebung über die Grenze ohne Anerkennung dieser Notlage eine Tatsache.
Ich persönlich drücke mich nicht vor der Verantwortung für Menschen in Not, sondern nehme dieses Menschenrecht und die menschliche Pflicht wahr und gebe haitianischen Menschen in Eigeninitiative Obdach, Essen und Gemeinschaft. Auf meine Bitte um freundschaftliche Hilfe im Freundes- und Bekanntenkreis einschliesslich befreundete Zeitungen http://haitiengagement.blogspot.com/ sind mir zwei Menschen aus der Schweiz in Soforthilfe beigestanden. Danke liebe Margrit und danke lieber Manuel.
Die humanitäre Notlage in Haiti und exportiert in die Dom.Rep. hält an.
Bitte helft durch Euer Engagement bei Haiti-Cherie mit, dass Menschen in Not nachhaltig geholfen wird.
Dienstag, 5. April 2011
Wie geht es den Kindern unserer Patenschaftsfamilie Roseline
Seit September 2010 läuft das Patenschafts-Projekt bei und mit Familie Roseline in La Saline am Hafen von Port au Prince. Raymonde hat die Kinder besucht.
Ihr Haus ist beim Erdbeben eingestürzt und der Wiederaufbau wurde mit Hilfe unserer Wiederaufbau-Initiative begonnen. Jetzt wohnt die 9-Personen Familie in einem kleinen Häuschen grad nebenan. Die Kinder bekommen ihr Essen in der zentralen Suppenküche an der Plaza Jeremie. Dass Mama und Papa auch mitessen können, ist durchaus erwünscht. Alle sagen herzlichen Dank an die Pateneltern in unserer Patenschafts-Community
Ihr Haus ist beim Erdbeben eingestürzt und der Wiederaufbau wurde mit Hilfe unserer Wiederaufbau-Initiative begonnen. Jetzt wohnt die 9-Personen Familie in einem kleinen Häuschen grad nebenan. Die Kinder bekommen ihr Essen in der zentralen Suppenküche an der Plaza Jeremie. Dass Mama und Papa auch mitessen können, ist durchaus erwünscht. Alle sagen herzlichen Dank an die Pateneltern in unserer Patenschafts-Community
Sweet Micky ist Präsident von Haiti
Die vorlaeufige Auszaehlung ergab: Mirlande Manigat, die Ex Primera Dama bekam 336.747 Stimmen, 31,74% fuer sich und ihre Partei Rassemblement des Démocrates Nationaux Progressistes (RDNP). Michel Martelly erhielt 716.986 Stimmen, entsprechend 67,57% der bisher ausgezaehlten Wahlzettel. Damit kann man wohl davon ausgehen, Martelly wird der kuenftige Praesident von Haiti sein, die bis dato unbekannte Partei « Repons peyizan » ist Regierungspartei.
Mehr bei hispaniola.eu
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Montag, 4. April 2011
Raymonde ist aus Haiti zurück
Raymonde berichtet von ihrer Reise nach Haiti (Niederschrift durch Hans Joachim):
Wegen der Präsidenschaftswahlen in Haiti hatte ich meine Reise mehrmals verschoben, um in einer ruhigen Phase in der Hauptstadt Port au Prince sein zu können. Noch müde von der strapaziösen siebentägigen Fahrt will ich aber doch gleich von La Saline berichten.
In den zehn Monaten seit unserer letzten Hilfsfahrt im Juni 2010 hat sich eigentlich nicht viel verändert. Der Wiederaufbau in der Stadt ist garnicht voran gekommen, nur die Strassen sind mehr denn je verstopft und der Verkehr quält sich unendlich langsam dahin. Die Menschen leben immer noch auf den Strassen von La Saline wie je zuvor und zwischendurch fliesst der Kloakenbach, als ob es nie eine Cholera-Epidemie gegeben hätte.
Wie Papa Adrien mir sagte, hat es einige Todesfälle wegen der Cholera gegeben. Für die Wasserversorgung stehen jetzt mehrere Zisternenwagen auf der Strasse, die gutes Trinkwasser bereithalten. Früher musste es von jeder Familie gekauft werden.
Die Suppenküche wird jetzt nur noch von Mme Vousele geführt und arbeitet eingeschränkt, weil nur wenige Spenden eingehen. Familie Roseline wird durchgehend mit Essen versorgt.
Unser Wiederaufbau in La Saline kommt nicht voran. Ich habe bei Familie Roseline gesehen, dass dort der Unterbau des Hauses fertig ist. Für die Wände fehlt es an Steinen. Vater Roseline ist arbeitslos, wie praktisch alle in La Saline. Wenn er Steine hätte, könnte er weiter an den Wänden arbeiten, so sagt er. Ich habe mit Papa Adrien über Zement und Eisen gesprochen. Er sagt, das liegt in der Baumaterialhandlung, hier konnte er es nicht lagern, weil es bei Regen zu viel Wasser gibt.
Wegen der Präsidenschaftswahlen in Haiti hatte ich meine Reise mehrmals verschoben, um in einer ruhigen Phase in der Hauptstadt Port au Prince sein zu können. Noch müde von der strapaziösen siebentägigen Fahrt will ich aber doch gleich von La Saline berichten.
In den zehn Monaten seit unserer letzten Hilfsfahrt im Juni 2010 hat sich eigentlich nicht viel verändert. Der Wiederaufbau in der Stadt ist garnicht voran gekommen, nur die Strassen sind mehr denn je verstopft und der Verkehr quält sich unendlich langsam dahin. Die Menschen leben immer noch auf den Strassen von La Saline wie je zuvor und zwischendurch fliesst der Kloakenbach, als ob es nie eine Cholera-Epidemie gegeben hätte.
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| Zisternenwagen in La Saline |
Die Suppenküche wird jetzt nur noch von Mme Vousele geführt und arbeitet eingeschränkt, weil nur wenige Spenden eingehen. Familie Roseline wird durchgehend mit Essen versorgt.
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| Papas inzwischen ganz eingestürztes Haus |
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| Roselines Haus, Unterbau |
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| Mama Jodny mit Jodlin |
Jodlin, die Tochter von meinem Bruder Jodny, hat die Kopf-Operation gut überstanden. Wir haben darüber berichtet unter http://kindervonlasaline.blogspot.com/
Bei Mama auf dem Arm kann sie schon wieder lachen und es geht ihr gut. Mama und Papa Jodny haben mir aufgetragen, ihren herzlichen Dank für die Spende zur Operation an Andrea weiter zu geben. Also herzlichen Dank, liebe Andrea von Kontinent-Reisen aus Willich in Deutschland*.
Bei Mama auf dem Arm kann sie schon wieder lachen und es geht ihr gut. Mama und Papa Jodny haben mir aufgetragen, ihren herzlichen Dank für die Spende zur Operation an Andrea weiter zu geben. Also herzlichen Dank, liebe Andrea von Kontinent-Reisen aus Willich in Deutschland*.
Jodlin guckt zwar gerade beim Fotografieren etwas unpässlich, ist aber sonst fröhlich und aufgestellt.
Was immer wieder auffällt ist, dass die Menschen sauber und adrett angezogen sind, garnicht so, wie in einem Armenviertel. Ja, Haitianerinnen und Haitianer legen Wert auf ihr Aussehen in der Öffentlichkeit.
Freitag, 1. April 2011
Mit uns selbst in Einklang kommen
Oft fragen wir uns, wie wir mit uns selbst in Einklang kommen koennen. Dabei tritt zunaechst die Frage auf, an was wir dieses Ineinklangkommen denn ganz praktisch festmachen koennen.
In der spirituellen Astrologie ist der Schatz des Lebens am Aszendenten verborgen. Mit ihm sind die sogenannten Sensitiven Punkte verbunden, wie der Gluecks-, Intelligenz- und Liebespunkt. Sie zeigen uns Wege des Gluecks, der Intelligenz und der Liebe, die uns in unterschiedlicher Weise zu uns selbst hinfuehren koennen.
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In der spirituellen Astrologie ist der Schatz des Lebens am Aszendenten verborgen. Mit ihm sind die sogenannten Sensitiven Punkte verbunden, wie der Gluecks-, Intelligenz- und Liebespunkt. Sie zeigen uns Wege des Gluecks, der Intelligenz und der Liebe, die uns in unterschiedlicher Weise zu uns selbst hinfuehren koennen.
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Dienstag, 29. März 2011
Las Terrenas, für Europäer ein Kulturschock
Jeder Europäer, der sich länger in Las Terrenas aufhält, wird früher oder später trotz aller Naturschönheit, dem karibischen Lebensfeeling und menschlich intensiven Begegnungen mit einem Kulturschock konfrontiert. Den einen wird der Schock überwältigen, den anderen wird er zum heilsamen Schock, der ihn zu innerlicher Stärke führt.
Das erste, was gelernt werden muss ist: Du wirst über den Tisch gezogen, von wem und bei was auch immer. Beziehungen sind grundsätzlich auf Lüge aufgebaut und Vertrauen ist ein überaus oft strapaziertes Wort, aber eben, nur ein Wort.
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Das erste, was gelernt werden muss ist: Du wirst über den Tisch gezogen, von wem und bei was auch immer. Beziehungen sind grundsätzlich auf Lüge aufgebaut und Vertrauen ist ein überaus oft strapaziertes Wort, aber eben, nur ein Wort.
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Samstag, 26. März 2011
Was steckt dahinter?
Kommando bleibt in brasilianischer Hand
Warum ausgerechnet jetzt?
Hunderte von total gleichartigen Mitteilungen in der Presse. Nur eine Zeitung habe ich gefunden, die hinterfragt, wer Luiz Eduardo Ramos Pereira denn nun ist.
Haitilibre enthuellt:
Le Général Luiz Ramos est entré dans l'armée brésilienne en janvier 1976. Officier d’infanterie dès janvier 1979, il a eu une carrière distinguée, occupant de nombreux postes à responsabilités. Parvenu au grade de colonel, il a été nommé Commandant adjoint à la brigade aéroportée de Rio de Janeiro, entre 2007 et 2009. Après avoir été promu au rang de général de division, M. Ramos a pris la tête de la huitième Brigade d’infanterie légère à Rio Grande Do Sul (état méridional du Brésil), en 2010 et 2011. Il a une expérience considérable du commandement et de l’encadrement de troupes au sein de l’armée brésilienne, ainsi que comme instructeur à l’Académie militaire du Brésil. D’octobre 1992 à octobre 1993, il était observateur militaire des Nations Unies au sein du Commandement de la Force en Bosnie-Herzégovine. De juin 2005 à juin 2007, il était attaché militaire à l’Ambassade du Brésil à Tel-Aviv, en Israël.
La mission de l'ONU en Haïti, la Minustah, a un effectif de 8,742 soldats [au 1er janvier 2011], dont 2,187 Brésiliens. Le Brésil commande d'ailleurs les troupes de la Minustah depuis 2004, année du départ en exile du Président Aristide, revenu le 18 mars.
HL/ HaïtiLibre
Quelle: http://www.haitilibre.com/article-2613-haiti-minustah-general-luiz-eduardo-ramos-aux-commandes.html
Was mich stutzig macht, ist dieTatsache, dass so kurz vor der Bekanntgabe der Wahlergebnisse ein so hochrangiger Kommmandant mit Erfahrungen in Bosnien-Herzegovina und Israel berufen wird. Bei dem allgemein und besonders von der haitianischen Bevoelkerung erwarteten Sieg von Michel Martelli duerfte sich ein Kommandowechsel wohl kaum wegen vermehrter Strassenkrawalle aufdraengen. Sollte allerdings wider Erwarten ploetzlich doch Milaine Manigat Praesidentin werden, so sind ausgedehnte Tumulte zu erwarten.
Cholera in der Dom.Rep.
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Freitag, 25. März 2011
Neues Design
'Haiti-Cherie 2010' hat sich ein neues Design gegeben. Das vorhergehende Design hat in verschiedener Hinsicht nicht ganz befriedigt. Ich erwarte, dass dieses Design beim Leser ankommt. HaJo
Montag, 21. März 2011
Die Kinder von La Saline (Kurzfassung)
Langfassung siehe http://kindervonlasaline.blogspot.com/
Als ich das erste Mal mit den Kindern von La Saline, dem Slum am Hafen von Port au Prince in Berührung kam, fiel mir ihre unglaubliche Neugier auf. Sie malten auf die verstaubten Autofenster und warteten darauf, dass endlich die Türen geöffnet würden, gespannt darauf, ob wohl etwas für sie drinnen wäre.
Die Kinder von La Saline haben ja nur Steine, kaputte Geräteteile und Reste von Verpackungsmaterial, das ihnen als Spielzeug dient. Hat mal eines von ihnen ein rchtiges Spielzeug, z.B. ein kleines Plastikauto, dann wird es bestaunt, herumgereicht und jedes möchte auch mal damit spielen.
Das ging solange gut, bis das Erdbeben am 12. Januar 2010 kam und seine Kirche einstürzte. Aber Pastor Joseph, der selbst bei dem Erdbeben verletzt wurde, unterstützte die armen Leute weiter und nahm jetzt sogar Kinder von La Saline in den Steingarten seines Privathauses im Stadtteil Delmas auf, die ihre Eltern verloren hatten. Weil aber die Stadt in Schutt und Asche lag, hatte er plötzlich keine Arbeit mehr und lebte von seinen Ersparnissen.
Bei meinem erstes Zusammentreffen mit Pastor Samson Joseph war auch Dra. Junette Joseph, seine Schwester mitgekommen. Sie hatte per Telefon davon gehört, dass ich einige Kisten Medikamente und Verbandsmaterial zur Wundversorgung mitgebracht hatte. Schnell hatte sie mich überzeugt, noch selbigentags auf der Plaza Santa Anna bei der gleichnamigen eingestürzten Kirche Verletzte zu betreuen. Ich übergab ihr alles und sie organisierte mit Jodny, dem Bruder meiner Raymonde, den ich kurzerhand zu meinem Stellvertreter ernannt hatte, die weitere Aktion auf dem genannten Platz unweit des Präsidentenpalastes.Zuerst wollte ich es gar nicht glauben, als Pastor Joseph mir berichtete, er habe einen baumbesetzten Steingarten in Delmas, am Rande und oberhalb von Port au Prince, wo er dabei sei, obdachlose Kinder aus dem Armenviertel La Saline aufzunehmen. Ich hatte es mir auf der Fahrt sehr schwierig vorgestellt, einfach so Kinder aufzusammeln, zu befragen und zu entscheiden, welches Kind aufzunehmen sei und welches nicht. Hinzu hatte ich mir vorgestellt, wie schwierig es doch sei, Personal zu finden für die Betreuung. Und plötzlich war nun all dieses bereits gelöst und das Projekt schon fixfertig. Ich war und bin auch heute noch überzeugt, eine höhere Vorsehung war mit dabei und hatte schon alles geregelt. Ich willigte sofort in sein Projekt ein und übergab ihm eine Summe Geldes, um ein Begrüssungsessen für die Kinder zu organisieren.
Ohne weiteres Suchen konnte ich sofort und während der folgenden Hilfseinsätze meine Erdbebenhilfe 1:1 umsetzen, eine Suppenküche einrichten, ein Projekt ‚Dach über dem Kopf’ realisieren, einen Stromgenerator installieren und das Projekt ‚Jardin des Enfants’ verwirklichen.
Hier sind es die Kinder gewöhnt, Kaffe am Morgen zu
trinken und sie tun es mit Begeisterung.
Während dieser fünften Hilfsfahrt konnte ich bei einer Messe mit dem inzwischen erkrankten Pastor Joseph in einem Behelfszelt auf dem Areal der eingestürzten Kirche in La Saline dabei sein, wobei auch die 10 Waisenkinder in der Messe mit zugegen waren. Anschliessend fuhren wir zum Steingarten von Pastor Joseph und ich erklärte den glücklichen Kindern, dass sie neue Pateneltern erhalten und inskünftig von einer Patenschaftsgruppe aus der Schweiz betreut würden. Sie haben sich alle der Reihe nach vorgestellt, wobei das Jüngste 3 Jahre und das Älteste 9 Jahre alt war.
Im Armenviertel La Saline am Hafen von Port au Prince gibt es noch viele Familien, die unter erbärmlichen Verhältnissen und absolut schlechter Hygiene ihr Dasein fristen. Die Arbeitslosigkeit liegt nahe bei 100% und die Arbeit der Familienväter besteht darin, irgendwo etwas Essbares zu organisieren.
Als ich das erste Mal mit den Kindern von La Saline, dem Slum am Hafen von Port au Prince in Berührung kam, fiel mir ihre unglaubliche Neugier auf. Sie malten auf die verstaubten Autofenster und warteten darauf, dass endlich die Türen geöffnet würden, gespannt darauf, ob wohl etwas für sie drinnen wäre.
Jedes Mal, wenn ich von der Hafenzufahrt nach La Saline, dem ehemaligen Salzlager der Kolonisatoren einbiege, werde ich von diesem emsigen Leben und Treiben begrüsst und es nimmt mich komplett gefangen. Besonders die Kinder sind es ja, die reinste Begrüssungstiraden ablassen und darauf hoffen, dass ihnen irgend etwas mitgebracht wird.
Die Kinder von La Saline haben ja nur Steine, kaputte Geräteteile und Reste von Verpackungsmaterial, das ihnen als Spielzeug dient. Hat mal eines von ihnen ein rchtiges Spielzeug, z.B. ein kleines Plastikauto, dann wird es bestaunt, herumgereicht und jedes möchte auch mal damit spielen.
Aber eines haben alle im Übermass und das ist Hunger. Das grösste Problem ist die hohe Arbeitslosigkeit der Familienväter, die von irgendwoher irgendwas zum Essen herholen müssen.
Da gab es einen Pastor Samson Joseph von der Baptistengemeinde in La Saline, der hatte einen Nebenberuf bei einer Versandfirma, die ihm ein regelmässiges Einkommen bescherte. Und was machte dieser Pastor Joseph, er unterstützte die ganz armen Familien und sorgte dafür, dass sie zu essen hatten. Dafür gingen sie zuhauf in seine Baptistenkirche, d.h. nicht seine Kirchgemeinde bezahlte ihn, sondern er unterstützte seine Gemeindemitglieder.
Das ging solange gut, bis das Erdbeben am 12. Januar 2010 kam und seine Kirche einstürzte. Aber Pastor Joseph, der selbst bei dem Erdbeben verletzt wurde, unterstützte die armen Leute weiter und nahm jetzt sogar Kinder von La Saline in den Steingarten seines Privathauses im Stadtteil Delmas auf, die ihre Eltern verloren hatten. Weil aber die Stadt in Schutt und Asche lag, hatte er plötzlich keine Arbeit mehr und lebte von seinen Ersparnissen.
In dieser Stunde der höchsten Not, drei Tage nach dem Erdbeben, kam Hilfe von ausserhalb aus der Dominikanischen Republik. Es war wie ein Wunder. Ich hatte soeben über eine befreundete Hilfe-Partnerin von einer Familienstiftung in Erlenbach in der Schweiz eine grössere Summe erhalten mit der Massgabe, eine Suppenküche einzurichten und elternlosen Kindern ein Zuhause zu geben.
Bei meinem erstes Zusammentreffen mit Pastor Samson Joseph war auch Dra. Junette Joseph, seine Schwester mitgekommen. Sie hatte per Telefon davon gehört, dass ich einige Kisten Medikamente und Verbandsmaterial zur Wundversorgung mitgebracht hatte. Schnell hatte sie mich überzeugt, noch selbigentags auf der Plaza Santa Anna bei der gleichnamigen eingestürzten Kirche Verletzte zu betreuen. Ich übergab ihr alles und sie organisierte mit Jodny, dem Bruder meiner Raymonde, den ich kurzerhand zu meinem Stellvertreter ernannt hatte, die weitere Aktion auf dem genannten Platz unweit des Präsidentenpalastes.
Als ich dann nachmittags so plötzlich mit Raymonde in Pastor Josephs Steingarten stand, Kinder mit den Steinen spielten und dann in einem grossen Hauszelt die 48 Kinder mit Essen versorgt wurden, kamen mir ganz unwillkürlich die Tränen. Es war eine Stunde, die ich nie mehr vergessen werde. Ich ging von einem zum anderen Kind, gab jedem die Hand und schaute in seine Augen. Es waren bewegende Minuten.
Ohne weiteres Suchen konnte ich sofort und während der folgenden Hilfseinsätze meine Erdbebenhilfe 1:1 umsetzen, eine Suppenküche einrichten, ein Projekt ‚Dach über dem Kopf’ realisieren, einen Stromgenerator installieren und das Projekt ‚Jardin des Enfants’ verwirklichen.
Was ich auch tat, überall waren es die Kinder, die als erste und überhaupt am meisten von unserer Haiti-Hilfe profitierten. Eine Suppenküchen-Mannschaft war umgehend einsatzbereit und es wurde am Morgen Kaffe und Brot ausgegeben.
Hier sind es die Kinder gewöhnt, Kaffe am Morgen zutrinken und sie tun es mit Begeisterung.
Am Mittag gibt es meist Reis mit ein wenig Fleisch und Sosse, das traditionelle Gericht auf der ganzen Insel Hispaniola oder Suppe mit Einlage, z.B. Auyama, eine wunderbar duftende Suppe aus der kartoffelähnlichen Auyama-Knolle.
Anfänglich drängelten sich die Kinder und schubsten, jedes wollte zuerst dran kommen. Mit der Zeit hat sich das dann eingespielt und es bildete sich eine mehr oder weniger geordnete Schlange.
Es ist ja schon ganz erstaunlich, dass sich fast nur die Kinder anstellen, um Kaffee, Suppe oder Reisgerichte zu holen. Ich bin aber sicher, dass auch die Erwachsenen zuhause davon mitbekommen.
Im Bewusstsein, dass ich dies alles nur mit der Hilfe von Freunden in der Schweiz tun konnte, hoffte ich, dass diese Hilfe auch weitergehen möge.
Aber es kam anders. Der für die Hilfszusage verantwortliche Freund in der Schweiz hatte im März 2010 einen sehr schweren Skiunfall und die anderen Stiftungsmitglieder hatten andere Prioritäten in der Familienstiftung. Die weitere Hilfe für das Gesamtprojekt wurde nach einer nochmaligen Spende gestoppt. So stand ich nun da mit Pastor Joseph, seiner Schwester Dra. Junette Joseph und den 48 Kindern und hatte die traurige Aufgabe, dies nicht nur Pastor Joseph, sondern auch den Kindern bekannt zu geben. Es war eine meiner traurigsten Aufgaben und für das Engagement von Pastor Joseph eine herbe Enttäuschung. Seitdem bin ich auf die Hilfe von Einzelspenden angewiesen.
Bis auf 10 Kinder wurden alle Kinder bei befreundeten Familien untergebracht. Für diese 10 Kinder aber musste eine Lösung gefunden werden. Gemeinsam mit meiner Hilfe-Partnerin in der Schweiz suchte ich eine Lösung mit einer Frauengruppe. Sie setzte sich energisch ein und brachte sechs Patenschaftsfamilien zusammen, die je ein Kind übernehmen wollten. Für die restlichen vier Kinder stand eine Lösung in Aussicht. Allerdings wünschte man von mir, dass sich die Kinder in einer Video-Botschaft zum Kennenlernen und zum Entscheid für je eines der Kinder selbst vorstellen sollten. Ich war überglücklich und organisierte umgehend am 15. Juni 2010 meine fünfte Hilfsfahrt, um die weitere Zukunft der 10 Kinder in die Wege zu leiten.
Während dieser fünften Hilfsfahrt konnte ich bei einer Messe mit dem inzwischen erkrankten Pastor Joseph in einem Behelfszelt auf dem Areal der eingestürzten Kirche in La Saline dabei sein, wobei auch die 10 Waisenkinder in der Messe mit zugegen waren. Anschliessend fuhren wir zum Steingarten von Pastor Joseph und ich erklärte den glücklichen Kindern, dass sie neue Pateneltern erhalten und inskünftig von einer Patenschaftsgruppe aus der Schweiz betreut würden. Sie haben sich alle der Reihe nach vorgestellt, wobei das Jüngste 3 Jahre und das Älteste 9 Jahre alt war.
Es war eine ergreifende Zeremonie, wie sich die Kinder einzeln vorstellten. Sehr bewegend ist hierbei die Videobotschaft von Baptistenpastor Samson Joseph. Es war mein letzter Kontakt mit ihm. Seine Videobotschaft kann moderiert angefordert werden bei hajoba@gmail.com
Pastor Joseph ist Anfang September 2010 an seiner schweren Krankheit gestorben.
Pastor Joseph ist Anfang September 2010 an seiner schweren Krankheit gestorben.
Patenschaften für Kinder in Not
Es wurde in der Folge immer schwieriger, Spendengelder für Haiti zu erhalten. Weil mir aber das Los der Kinder besonders am Herzen liegt, suche ich nach Pateneltern für besonders bedürftige Kinder in La Saline, dem Armenviertel am Hafen von Port au Prince. Einige Kinder haben ihre Pateneltern bereits gefunden, andere warten noch auf Menschen mit Herz.
http://www.facebook.com/pages/Kinderdorf-La-Saline/116749478364091?ref=sgm
http://www.facebook.com/pages/Kinderdorf-La-Saline/116749478364091?ref=sgm
Madame Roseline hat nun bereits Pateneltern für ihre fünf Kinder. Sie lebten unter absolut miesesten Bedingungen im durchnässten Keller ihres eingestürzten Hauses. Ihr Familienleben fand auf der Strasse statt. Von den fünf Kindern sind die jungsten Kinder Zwillinge und werden noch von der Mutter gestillt. Die Pateneltern von Roseline's Kinder sind in einer Patenschafts-Community vereinigt. Diese Community ist nicht öffentlich, sondern der internen Kommunikation vorbehalten. Herzlichen Dank an die fünf Pateneltern.
Patenschaften funktionieren ja so, dass die Patenschaftsbeiträge nicht an die Familie gehen, sondern an die zentrale Suppenküche. Dadurch ist sichergestellt, dass die Kinder ihre täglichen Mahlzeiten erhalten. Dass die Kinder auch ihren Eltern Essen mit nach Hause bringen, ist durchaus erwünscht.
Dann brach am 21. Oktober 2010 die Cholera am Artibonitefluss in Haiti aus. Mir war sofort klar, dass sie sich im ganzen Lande verbreiten würde. Als Gegenmassnahme suchte ich den vorbeugenden Schutz in Form von Hygienemassnahmen, zu denen insbesondere Essen und Trinken gehören, also Verstärkung der Suppenküche, die ja die ganze Zeit mit wenigen Unterbrechungen weitergelaufen war.
Es sind ja insbesondere die Kinder, die der Cholera weniger Widerstand entgegensetzen können und bei Ausbruch rasch dehydrieren und sterben.
Im Armenviertel La Saline am Hafen von Port au Prince gibt es noch viele Familien, die unter erbärmlichen Verhältnissen und absolut schlechter Hygiene ihr Dasein fristen. Die Arbeitslosigkeit liegt nahe bei 100% und die Arbeit der Familienväter besteht darin, irgendwo etwas Essbares zu organisieren.
Eigentlich sollte Arbeit generiert werden, aber es muss solange Familienhilfe geleistet werden, bis eine neue Regierung genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stellen kann. Und daran müssen sich auch die Erwachsenen beteiligen.
Die Kinder können ja nichts dafür, weshalb ich mich genötigt fühle, in der Kinderhilfe weiter zu arbeiten. Bitte sehen Sie sich diesen Blogspot ‚Patenschaften für Kinder in Not’ noch einmal an und lassen Sie Ihr Herz sprechen:
Die Kinder können ja nichts dafür, weshalb ich mich genötigt fühle, in der Kinderhilfe weiter zu arbeiten. Bitte sehen Sie sich diesen Blogspot ‚Patenschaften für Kinder in Not’ noch einmal an und lassen Sie Ihr Herz sprechen:
Und wenn Sie jetzt den Wunsch verspüren, eines der Kinder zu unterstützen mit einem Betrag ihrer Wahl über 20 Euro, dann teilen Sie mir dies bitte mit unter
hajoba@gmail.com
Alle Pateneltern schicken ihren Patenschaftsbeitrag per Western Union nach Haiti. So kommt das Geld direkt dort an, wo es gebraucht wird für Essen und Trinken Ihres Patenkindes.
hajoba@gmail.com
Alle Pateneltern schicken ihren Patenschaftsbeitrag per Western Union nach Haiti. So kommt das Geld direkt dort an, wo es gebraucht wird für Essen und Trinken Ihres Patenkindes.
Freitag, 18. März 2011
Die Cholera grassiert nach wie vor
Danach könnten 779.000 Erkrankungen und 11.100 Todesfälle bis Ende November auftreten. Tausende Menschen könnten gerettet werden, wenn sauberes Wasser, Impfungen und ausreichend Antibiotika bereitgestellt würden, so die Forscher.
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Die haitianische Tragödie (2)
So kam es denn auch, dass die Nervosität auf dominikanischer Seite im Januar und Februar 2011 immer grösser wurde, was in der nahen Grossstadt Santiago, aber auch in anderen Landesteilen, schliesslich zu Ausschreitungen gegenüber haitianischen Bürgern als Verursacher der Cholera in der Dom.Rep. führte.
Polizei und Armee des Landes nutzten die Gelegenheit, in eng von Haitianern bewohnten Gegenden, regelrechte Razzien durchzuführen und haitianische Staatsbürger ohne gültige Ausweispapiere sofort auszuweisen. Dass diese Menschen nach dem Erdbeben und aus Angst vor der Cholera über die grüne Grenze ins rettende Nachbarland geflüchtet waren, galt nicht als Aufenthaltsgrund. Dass die ohnehin durch das Erdbeben vom 12. Januar 2010 und durch den Hurrikan stark gebeutelten Nachbarn selbst unter der Einschleppung der Cholera durch nepalesische UN-Soldaten zu leiden haben, fand dabei keine Gnade. Humanitäre Regeln wurden dabei offensichtlich missachtet, weshalb es auch zur Intervention der Vereinten Nationen kam. Danach wurden keine Razzien mehr durchgeführt.
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| Razzia in Barahona |
Polizei und Armee des Landes nutzten die Gelegenheit, in eng von Haitianern bewohnten Gegenden, regelrechte Razzien durchzuführen und haitianische Staatsbürger ohne gültige Ausweispapiere sofort auszuweisen. Dass diese Menschen nach dem Erdbeben und aus Angst vor der Cholera über die grüne Grenze ins rettende Nachbarland geflüchtet waren, galt nicht als Aufenthaltsgrund. Dass die ohnehin durch das Erdbeben vom 12. Januar 2010 und durch den Hurrikan stark gebeutelten Nachbarn selbst unter der Einschleppung der Cholera durch nepalesische UN-Soldaten zu leiden haben, fand dabei keine Gnade. Humanitäre Regeln wurden dabei offensichtlich missachtet, weshalb es auch zur Intervention der Vereinten Nationen kam. Danach wurden keine Razzien mehr durchgeführt.
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