Haiti Cherie

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Mittwoch, 22. Juni 2011

Choleratote in der Dom.Rep.

Bereits am 17. Juni 2011 hat Hispaniola.eu gemeldet, dass die Zahl der Choleratoten auf 46 gestiegen ist.
http://www.hispaniola.eu/news/1626-46-choleratote-kampf-gegen-malaria-dengue-und-leptospirose-beginnt.html

Es gibt also nicht nur in Haiti ein Choleraproblem, sondern auch in der Dom.Rep. Ist ja auch kein Wunder, leben beide Länder doch in einer Schicksalsgemeinschaft.

Wie können wir der Cholera begegnen?

Nur durch strikte Einhaltung von Vorsorge-Massnahmen, Sauberkeit und regelmässiges Händewaschen. Viele denken, das sei doch eine Selbstverständlichkeit. Hier in Las Terrenas werden die meisten Haushalte mit Trinkwasser von Coson versorgt. In den Arme-Leute-Vierteln muss das erhaltene Wasser in Eimern und Wasserbehältern bevorratet werden, weil es keine unterirdischen Wassertanks oder zu wenig grosse Wasserbehälter auf den Dächern gibt.

Gemüse und Früchte müssen geschält, gekocht oder gebraten werden
Dominikanische Republik: 48 Tote durch die Cholera
Quelle: http://latina-press.com/news/92754-dominikanische-republik-48-tote-durch-die-cholera/

Die Entwicklung ist durchaus besorgniserregend. Allerdings tritt die Häufung entlang der zumeist offenen haitianischen Grenze und in der nahen Stadt Santiago auf.

Als ich die Zahl der an Cholera verstorbenen für heute las, habe ich gedacht, was ist denn das? Ist das ein Schreibfehler oder was geht da vor? Ich habe die zeitliche Entwicklung einmal aufgetragen und eine Kurve daraus gebildet, denn erst die Entwicklungskurve gibt uns den richtigen Aufschluss über das, was sich da abspielt.

Man sollte meinen, die bisherigen Bemühungen hinsichtlich Prävention und ärztliche Versorgung müssten die Kurve zum Abflachen bringen. Statt dessen steigt die Kurve markant an.
[b]Ich nehme an, das ist dem Gesundheitsministerium der Dominikanischen Republik nicht verborgen geblieben oder?[/b]